Redaktion Schmuckkompass · Oktober 2026
Viele wünschen sich Schmuck, den man beim Duschen oder im Urlaub nicht ablegen muss. Dabei fallen oft die Begriffe „Edelstahl“ und „PVD“. Was sie bedeuten und wo die Grenzen liegen, erklären wir hier.
Edelstahl ist eine rostbeständige Stahllegierung. Für Schmuck wird er häufig verwendet, weil er robust ist, nicht so leicht anläuft und sich gut verarbeiten lässt. Auf Produktseiten steht oft eine Bezeichnung wie 316L. Sie beschreibt eine bestimmte Legierung, die im Schmuckbereich verbreitet ist.
PVD steht für „Physical Vapour Deposition“, auf Deutsch Beschichtung aus der Gasphase. Dabei wird eine dünne, fest haftende Schicht auf das Metall aufgebracht, zum Beispiel in Goldfarbe. Im Vergleich zu einer einfachen galvanischen Vergoldung gilt PVD in der Regel als widerstandsfähiger gegenüber Kratzern und Abrieb. Völlig verschleißfrei ist aber auch diese Schicht nicht.
Nein. Der Begriff ist nicht einheitlich geregelt, jeder Hersteller legt ihn selbst fest. Deshalb lohnt der Blick in die Produktbeschreibung: Wofür gilt die Aussage genau (Duschen, Schwimmen, Salzwasser) und welche Pflegehinweise nennt der Anbieter?
Nach dem Kontakt mit solchen Stoffen hilft es, den Schmuck mit klarem Wasser abzuspülen und trocken zu tupfen.
Edelstahl enthält je nach Legierung Nickel, das aber fest im Material gebunden ist. Menschen mit Nickelallergie reagieren trotzdem unterschiedlich. Achte auf die Herstellerangaben, zum Beispiel „nickelfrei“ oder „hypoallergen“, und frage im Zweifel bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt nach.
Edelstahl mit PVD-Beschichtung ist eine praktische Wahl für Schmuck, den du oft trägst. Verlass dich aber nicht allein auf das Wort „wasserfest“. Lies die Angaben zum jeweiligen Produkt und pflege den Schmuck trotzdem sorgfältig, dann hast du länger Freude daran.
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